Ziel von Thomas Wichelt, Roman Dittrich und Torsten Bäz ist es, mit den „neuen pillnitzer werkstätten“ die textile Bilddarstellungen
von künstlerisch wertvollen Mustern und Motiven zu generieren, welche die Qualität der Massen-Industrieprodukte weit übertreffen sollen.
Dabei führen wir die Grundidee der Pillnitzer Werkstätten weiter, die eine harmonische Verbindung von Technik, künstlerischem Entwurf
und handwerklichen Können verfolgt.
Die Pillnitzer Werkstätten waren eine Einrichtung im Schloss Pillnitz bei Dresden, die seit Anfang 1920 bis 1945 organisiert von
Wanda Bibrowicz und Prof. Max Wislicenus die textile künstlerische Bilddarstellung durchführte.
Beide waren bedeutende akademische Künstler und Lehrer der Dresdner Kunsthandwerksakademie.
Bezaubernd ist die Möglichkeit, Bilddarstellungen durch die Textiltechnik zu ermöglichen, eine Technik die sich nun schon seit
fast 200 Jahren technisch umsetzen lässt. Dabei bedient man sich dem Verfahren, das man heute als moderne Technologie
abrechnet - digitale Bilddarstellung. Punkte, die ein Bild erzeugen! Mit nur zwei Farben können so die Pixel über das Textil
verteilt werden, dass feinste Bilder - gleich Fotos - entstehen. Für die Patronourin, so wird die Bilddesignerin genannt,
ist es ein Spiel mit mehr Faden hier und weniger Faden dort.
Ein sehr entscheidender Schritt in der Umsetzung von neuen Motiven ist die Möglichkeit, dem Webstuhl heute auf digitalem Wege
die Verteilung der Fäden im Gewebe mitzuteilen. In der Vergangenheit musste dies über den Umweg des Kartenschlagens und des
Kartenabgreifens erfolgen.